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Nachhaltigkeit

Marktbericht 8-2022: Inflation oder Rezession?

7. September 2022
von Andreas W. Korth

– Unser Blick auf das aktuelle Börsenumfeld / Marketinginformation zu den Strategiedepots Verantwortung –

In normalen Jahren sind die Weihnachtsprinten in den Auslagen der Supermärkte die ersten Vorboten des Winters. Doch in diesem Jahr werden wir durch die laufende Berichterstattung über die Speicherstände unserer Gaskavernen bereits seit Beginn der Sommerferien mahnend an den bevorstehenden Winter erinnert.

Vor allem aus europäischer Sicht ist ein sorgenvoller Blick auf die kalte Jahreszeit angebracht. Noch ist unsicher, ob die Gasmengen reichen oder ob unser Energiemarkt im Januar/Februar des kommenden Jahres ganz oder teilweise kollabiert. Doch selbst wenn wir mit dem spärlich vorhandenen Gas durch den Winter kommen: Die aktuellen Inflationsraten belasten schon jetzt die Stimmung der Bürger:innen, ohne dass die drastisch gestiegenen Energiekosten schon vollständig in den Geldbörsen angekommen wären. Um die Inflation zu zähmen, sind die Zentralbanken gezwungen, die Zinsen anzuheben. Der Preis dafür ist das Ende des Immobilienbooms, der Rückgang der Bautätigkeit und in Folge das Risiko einer deutlichen Rezession.

Was bedeutet das für Sie als Geldanleger:in?

Nachdem die Märkte in den letzten Monaten deutlich zweistellig eingebrochen sind, gab es in den letzten Wochen eine Gegenbewegung, getragen durch die Hoffnung, dass die massive Inflation auch ohne eine tiefe Rezession gebrochen werden kann. Dieses Szenario wurde vor allem durch die US-Märkte befeuert, die durch vergleichsweise starke Quartalsberichte und einen sehr festen Arbeitsmarkt gestützt wurden.

Nun wird der kommende Winter zeigen, wie stabil die Weltwirtschaft angesichts der Vielzahl geo- und wirtschaftspolitischer Herausforderungen wirklich ist. Wir halten es jedenfalls für gut möglich, dass die Tiefststände der Börsen von Mitte Juni bei einer neuerlichen Abwärtsbewegung noch einmal unterboten werden. In dieser neuerlichen Abwärtsbewegung könnte der Bärenmarkt, in dem die Börsenkurse in der Summe Richtung Süden gehen, dann aber tatsächlich auch sein Ende finden. Denn die Aktienmärkte laufen der wirtschaftlichen Entwicklung oft mehrere Monate voraus und je heftiger die Krise verläuft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus eine neue längerfristige Aufwärtsentwicklung für die Wirtschaft ergibt, die im Laufe des Jahres 2023 beginnen kann.

Natürlich haben wir mit diesem Szenario nicht die weitere kriegerische Eskalation in Europa eingepreist und auch nicht andere geopolitische Risiken wie z.B. eine Taiwankrise, ganz abgesehen von neuerlichen Covid Szenarien.

In unseren aktiv verwalteten Strategien sind wir daher weiterhin sehr vorsichtig aufgestellt, auch wenn wir uns damit auf eventuelle, kurzfristige Erholungsgewinne verzichten.

Wann lohnt sich der Einstieg?

Unabhängig von der Frage, ob und wann wir die Tiefststände an den Börsen sehen werden, gibt es einige Studien, die sich mit der fairen Bewertung der Aktien bei einer deutlichen Rezession befassen. Danach wäre in den Kursen noch rund 15-20% „Luft nach unten“ drin.

Mittelfristig sehen wir für die Märkte aber weiter sehr zuversichtlich in die Zukunft. Denn der anstehende Wandel durch die globale Energiewende und die fortgesetzte Digitalisierung wird viele Investitionsanstrengungen erfordern, die sich in positive wirtschaftliche Impulse umwandeln. Mit Auflösen der Lieferengpässe und einer zwischenzeitlichen Abkühlung der Wirtschaft bestehen gute Chancen, dass die Inflation sich in den nächsten Jahren wieder in einen Korridor von unter 4% begibt. Verglichen mit der Inflation können sich die langfristigen Zinsen dann wieder reduzieren und den hoch verschuldeten Staaten die schrittweise Entschuldung ermöglichen. Dieses Umfeld der finanziellen Repression begünstigt dann für das laufende Jahrzehnt weiterhin die Investitionen in Aktien.

Welche Chancen bieten sich in der Krise?

Wir empfehlen in diesem Umfeld allen längerfristig orientierten Anleger:innen, sich von den Stimmungsschwankungen an den Märkten nicht treiben zu lassen. Je tiefer die Kurse fallen, desto eher können die Chancen in der Krise gesucht werden:
Die ehemaligen „Häfen der Vorsicht“ sollten dabei primär auf den Prüfstand gestellt werden: Wenn der Anlagehorizont es zulässt, könnten defensive Renten- und Mischfonds in zukunftsträchtigere Investitionen oder in die aktiv verwalteten Strategiedepots Verantwortung getauscht werden.

In unseren aktiv verwalteten Strategien sind die Aktienquoten aktuell vergleichsweise niedrig. Mit dieser Vorsicht wollen wir die Verluste in den kommenden Monaten deutlich begrenzen, ohne zumindest auch das Potenzial von positiven Überraschungen völlig aus dem Blick zu verlieren. Je tiefer die Kurse an den Märkten fallen, desto umfassender können wir die Chancen nutzen, die sich aus der Erholung ergeben.

Eine ruhige Hand ist in den kommenden Monaten geboten. Während die Märkte weiter auf dem Weg der Bodenbildung sind, können Sie die Risikostruktur in den eigenen Portfolien gemeinsam mit uns zu überprüfen, vor allem dann, wenn Sie noch keine aktiv verwalteten Strategien von uns nutzen. Auch wenn die Krise noch nicht den Tiefpunkt erreicht hat, bieten wir Ihnen gern an, die Chancen einer Erholung mit einer Portfoliooptimierung zu nutzen, um die Verluste der letzten Monate schrittweise wieder aufzuholen.

Sankt Augustin, 09.08.2022

Andreas W. Korth


Ihr Ansprechpartner zu diesem Thema:

Andreas W. Korth

Andreas W. Korth

Telefon 030-214 747-90
Korth@dasfinanzkontor.de

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Stand: 09.08.2022

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